Werden Sie Teil des Familienpflegewerks!

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Derzeit sind keine offenen Stellen vorhanden. Wir freuen uns jedoch über Ihre Initiativbewerbung unter bewerbung@familienpflegewerk.de.

Werden Sie selbst Familienpfleger/in!

Informationen zum Berufseinstieg liefert das Familienpflegewerk:

Telefon: 089 27 37 57 55
Fax: 089 28 80 49 51
Email: info@familienpflegewerk.de

Weitere Infos zur Ausbildung erhalten Interessenten direkt bei den Fachschulen:

Fachschule für Familienpflege
Britta Papenfuß
Schulsekretariat
Telefon: 089 58091-53
Fax: 089 58091-12
Email: schulen@familien-altenpflege.de

Staatliches Berufliches Schulzentrum
Stammschule Ansbach
Susanne Krapp
Brauhausstraße 9 b
91522 Ansbach

Tel.: 0981 488462-0
Fax: 0981 488462-44
Email: verwaltung@bsz-ansbach.de

Sie wollen ehrenamtlich tätig werden oder möchten ein Praktikum bei uns absolvieren?

Wir freuen uns über jede Art von Engagement und Unterstützung! Haben Sie eine konkrete Idee, wie Sie sich bei uns einbringen möchten? Dann wenden Sie sich gerne an Claudia Hachenberger per Mail unter gpq@familienpflegewerk.de oder per Telefon unter +49 89 27 37 57 58. 

Bitte beachten Sie, dass zur Gewährleistung unseres Qualitätsanspruches und zum Schutz der betreuten Familien manche Tätigkeiten ausschließlich von unseren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen durchgeführt werden dürfen.

Das Mama-Gen für Familien in Notsituationen: Warum Familienpflege mehr ist als ein Job

„Mama, Mama! Endlich kommt die Tina – Schau doch!“ Wenn Familienpflegerin Martina Schneider*, genannt Tina, am Morgen von ihrem kleinen Schützling Leni*(4) so begrüßt wird, hat sie sofort ein Lächeln auf dem Gesicht und der Ärger über Staus oder Umleitungen ist verflogen. Es ist 07:45 Uhr und Leni muss gleich in den Kindergarten, eine Aufgabe die Martina Schneider seit einer guten Woche anstelle von Mama Sabine* übernommen hat. Lenis Mutter ist erneut schwanger und kämpft mit einer schweren Form der Schwangerschaftsübelkeit. So schlimm, dass sie sich kaum auf den Beinen halten, geschweige denn um ihre kleine Tochter oder den Haushalt kümmern kann. „Mein Mann arbeitet und der Rest meiner Familien lebt im Norden der Republik, die können nicht einfach so helfen kommen. Ohne die Unterstützung von Tina wäre ich wirklich aufgeschmissen“, erklärt Sabine.

Sie hat deshalb von ihrer Frauenärztin für die nächsten Wochen „Haushaltshilfe“ (nach §38 SGB V) verschrieben bekommen. Nach einem kurzen Anruf beim Familienpflegewerk wurde ihr dann eine Mitarbeiterin vermittelt, die sich um die Betreuung und Versorgung der kleinen Tochter kümmert, aber auch dafür sorgt, dass der Haushalt weitergeführt wird. Auch bei Fahrten zum Arzt oder bei Behördengängen unterstützt Tina die Mütter, manchmal auch Väter. „So schnell, wie sich unsere Leni an Tina gewöhnt hat, ist sie schon eher Ersatzmama, als Fachkraft“, meint Mama Sabine.

Martina Schneider ist gelernte Kinderpflegerin und hat an der Fachschule für Familienpflege der Stiftung Katholisches Familien- und Altenpflegewerk eine Weiterbildung zur staatlich anerkannten Familienpflegerin absolviert. Die verkürzte Ausbildung gliedert sich in zwei Ausbildungsabschnitte: Der erste Abschnitt besteht aus neun Monaten theoretischer und fachpraktischer Ausbildung in Form von Blockunterricht, Einzelschultagen und diversen Schulpraktika. Der zweite Teil der Ausbildung ist in Form eines mindestens viermonatigen bezahlten Berufspraktikums mit Fortbildungen zu absolvieren. Martina reizte vor allem die Vielfalt an Inhalten der Ausbildung: „Von Gesundheits- und Krankheitslehre, Säuglingspflege, Hauswirtschaft, Soziologie, Pädagogik, Psychologie bis hin zu Glaubenslehre, Beschäftigung und Sport wird in der Ausbildung alles abgedeckt. Wir werden zu echten Allroundern ausgebildet und das ist auch wichtig, denn jede einzelne Familie ist so individuell und unterscheidet sich von den anderen, dass man sich als Familienpflegerin bei jedem neuen Einsatz orientieren muss.“ Auch die zeitliche Flexibilität schätzt die junge Frau sehr: „Wir arbeiten in keinem klassischen nine-to-five Job. Unsere Einsätze beginnen auch schon mal um sechs Uhr morgens. Dafür bin ich aber nachmittags zuhause. Oder ich fange mittags an und hole die Kinder von Kindergarten und Schule ab, dafür habe ich den Vormittag frei und kann Behördengänge erledigen.“

Als Familienpflegerin ist es beim Familienpflegewerk zudem möglich, eine Weiterbildung zur HOT®-Trainerin zu machen. Das HaushaltsOrganisationsTraining® ist ein niedrigschwelliges, Angebot im Rahmen der „Frühen Hilfen“ - für Familien mit Kindern in prekären Lebenslagen und Menschen mit geistiger und psychischer Beeinträchtigung. Ihnen soll somit ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden. Ein Schwerpunkt des Trainings liegt auf der Prävention und der Unterstützung von Familien mit Tendenzen häuslicher Verwahrlosung und Problemen in der Alltagsstrukturierung.

„Für uns stehen immer die Kinder im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wenn wir sehen, dass die Kleinen besonders traurig sind, weil die Mama im Krankenhaus ist, kümmern wir uns besonders und versuchen mit viel Liebe und Geduld ein Lächeln in das Gesicht zu zaubern. Da darf dann auch mal ein bisschen Staub liegen bleiben.“ Mit der Weiterbildung würde Martina in betreuungsintensiven Familien arbeiten, die u.a. vom Jugendamt begleitet werden. Aber auch für sie gilt: „Jede Familie hat das Recht auf Unterstützung und vor allem hat jedes Kind das Recht auf ein sauberes, friedliches und liebevolles Zuhause. Und dabei möchte ich helfen!“

Die Verdienstmöglichkeiten variieren von Bundesland zu Bundesland. In Bayern liegt das durchschnittliche Bruttogehalt bei circa 2.500 Euro. Neben dem regulären Verdienst haben Familienpflegerinnen auch die Möglichkeit an verschiedenen Fortbildungen teilzunehmen, deren Kosten in der Regel komplett vom Arbeitgeber getragen werden. Auch Supervisionen sind zum Beispiel beim Familienpflegewerk eine Selbstverständlichkeit. „Und auch wenn es abgedroschen klingt: Für mich ist ein glückliches Kind, eine gesunde Mama und eine funktionierende Familie Bezahlung für die Seele.“

* Die Namen sind frei erfunden und Ähnlichkeiten mit realen Personen und Fällen nur zufällig.